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Was ist Druckveredelung – Lacksysteme

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Bei der Druckveredelung werden verschiedene Lacksysteme zum Einsatz gebracht. Die Lacksysteme unterscheiden sich nach der Art des Lackes und der entsprechenden Trocknung.

Öldrucklack. Der Öldrucklack ist ein farbloser Lack auf Öl Basis und entspricht vom chemischen Aufbau einer normalen Offsetdruckfarbe. Durch das Aufbringen einer zusätzlichen farblosen Farbschicht auf die bereits gedruckten Farben entsteht eine glatte, transparente und harzreiche Oberfläche, die das Licht mehr spiegelt und dadurch Glanz wahrgenommen wird. Die Trocknung erfolgt durch Oxidation. Der Einsatz ist heute eher selten.

Dispersionslack. Der Dispersionslack ist ein Lack auf Wasserbasis und beinhaltet im chemischen Aufbau Acrylharze. Für die Anwendung ist ein zusätzliches Lackwerk an der Druckmaschine erforderlich. Der Lack wird flächig aufgetragen und ist mittels Heißluft oder IR-Trocknung sehr schnell trocken. Der Dispersionslack hat eine sehr hohe mechanische Schutzwirkung und wird deshalb gern für eine schnelle Weiterverarbeitung angewendet. Die Glanzwirkung spielt eher eine untergeordnete Rolle.

UV-Lack. UV-Lack im Offsetdruck ist ein zentrales Mittel zur Druckveredelung, das sowohl optische als auch funktionale Vorteile bietet, von brillanter Farbwirkung bis hin zu robustem Oberflächenschutz. Der chemische Aufbau ist komplex und besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten. Die Photoinitiatoren starten die chemische Reaktion bei UV-Bestrahlung. Zur Verfilmung werden reaktive Acrylat-Bindemittel verwendet. Monomere und Oligomere werden durch UV-Licht zu einem festen Film vernetzt. Für den Einsatz von UV-Lack ist ein zusätzliches Lackwerk in der Druckmaschine und UV-Lampen zur Trocknung erforderlich. Die Offlinelackierung auf einer Lackiermaschine ist auch möglich. Die Lackierung kann flächig oder partiell erfolgen, mit sehr hoher Lackwirkung, besonders in der Druckveredelung.

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